Die Halblitercrosser

Leistung war mir immer schon wichtig. Nach einer Serie von unbeschreiblich ärgerlichen Defekten und Motorschäden mit einem „wassergekühlten 4-Taktmodell“, dessen Namen ich hier nicht erwähnen möchte :-), war klar, dass bärenstarke Haltbarkeit aus Japan angeschafft werden musste. Die Empfehlung meines Mechanikers, für die ich ihm noch lange dankbar sein werde, lautete: „Kauf dir was Gscheit´s aus Japan, am besten a Honda, im Optimalfall einen Zweitakter und wenn du Leistung brauchst bzw. du dich drüber traust, dann eine 500er“. Nur wenige Tage später stand damals im Jahre 2001 meine erste Honda CR 500 R des Baujahres 1994, in der Einfahrt meiner restlos begeisterten Eltern. Die Serie der Motorschäden war vorbei und der zum Teil atemberaubende Fahrspaß hielt Einzug. Obwohl die Halblitercrosser so gut wie völlig von der Bildfläche verschwunden oder mit anderen Worten, vom 4-Takter abgelöst worden sind, gab und gibt es für mich heute noch keine andere Geländesportmaschine, welche mir mehr Begeisterung entlockt. Fast durchgehend seit 2001 fahre ich bis heute hobbymäßig Motocross und Enduro auf der bewährten Honda CR 500 R. Geplant ist auch in den Supermotosektor hineinzuschnuppern. Erfolge oder Siege sind absolut zweitrangig, da ich ja so gut wie nie an Rennveranstaltungen teilnehme. Viel mehr geht es mir darum, den Halbliter-2-taktkult so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Eine Teilnahme an Vetranencrossveranstaltungen mit meinen ältesten Exemplaren ist allerdings nicht ausgeschlossen.

 

Abschließen möchte ich noch mit einem sehr passenden Spruch zum Betriebsverhalten der 500er:

Wenn man denkt, eine 500er hat noch Kompression und man nicht weiß wie das ist, wenn die wirklich Kompression hat, dann könnte es sein, dass man denkt, die hat noch Kompression, obwohl die in Wirklichkeit nicht wirklich Kompression hat!